Legenden und Gedichte

Eine Sage, welche mit der Rietburg zu tun hat.

Burgruine"Es hauste einmal ein Ritter auf der Burg Rietburg, der einem reichen Herrn die Tochter raubte. Der Vater bot ihm hohes Lösegeld. Der Räuber wiligte in die Zurückgabe des Mädchens ein. Der alte Mann brachte nun selbst das Geld zum Schlosse, um sein geliebtes Kind sogleich umarmen zu können.

Als der Unholt das Geld erhalten hatte und gemahnt wurde, nun auch die Tochter frei zu geben, rief er höllisch lachend: Wohlen ich halte Wort!

Damit stürzte er die herbeigeholte Jungfrau von der hohen Zinne herab vor die Füße des alten Vaters, welcher ohnmöchtig über senem zerschmetterten Kind zusammen-brach.

Aber die Strafe blieb nicht aus. Der Unhold musst nach seinem Tode auf der Erde bleiben und flackerte jede Nacht als Flämmchen um die Türme der Burg"